Kommunikation

Kommunikation ist alltäglich und verläuft scheinbar selbstverständlich, sodass sie nicht weiter problematisch erscheint. Für die meisten Situationen reicht dies auch aus; es wäre zu aufwendig, die eigene Kommunikation ständig zu hinterfragen. Erst bei Missverständnissen und Misserfolgen, die mit Kommunikation in Zusammenhang gebracht werden können, wird Kommunikation problematisiert. In der wissenschaftlichen Behandlung von Kommunikation wird die Frage gestellt, wie Kommunikation erklärt werden kann; unter welchen Bedingungen sie abläuft; was Kriterien für Kommunikationserfolge sind; und wie verlässliche Modelle erstellt werden können, aus denen sich Vorhersagen und Handlungsanweisungen ableiten lassen.

Kommunikation war schon immer ambivalent und diente nicht nur der Information über objektive Wahrheiten, sondern war zugleich ein Mittel der gezielten Desinformation. Zwar gilt der Mensch seit der Epoche der Aufklärung als vernunftbegabtes Wesen – fähig, sich aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit zu befreien. In einer aufgeklärten Gesellschaft entscheiden Fakten, nicht Gefühle, so lautet die Maxime. Die Macht des Arguments schlägt die Masse des Mobs. Doch dank der neuen Vernetzungsmöglichkeiten durch die sozialen Medien tummeln sich plötzlich Millionen von Individuen in Meinungsblasen und Hass-Stürmen. Big Data und soziale Medien verändern die Kommunikation. Fake-News, Botnets und KI machen sie brisant.