Konstruktivismus (BAIUS)

Konstruktivistisches Kommunikationsmodell vereinfacht

Angenommen, ich habe ein Wesen gesehen. Ein Wesen, das ich in meiner Vorstellungskraft nie erschaffen könnte. Von diesem Erlebnis erzähle ich nun meinem besten Freund. Mein Freund ist interessiert und will mehr erfahren. Also fange ich an, ihm das Wesen zu beschreiben. Ich kann natürlich das Monster nicht bis ins kleinste Detail beschreiben, da dieses sonst den Rahmen sprengen würde, deshalb fange ich an, die Hauptmerkmale zu beschreiben: „Das Wesen hatte scharfe Zähne, war groß und pelzig. Außerdem hatte es große Hörner auf dem Kopf…“ Anhand dieser Angaben ist es aber wahrscheinlich, dass sich verschiedene Bilder bzw. Konstrukte im Kopf meines Freundes bilden, die von meinem eigentlichen Bild abweichen. Denn jeder Mensch hat im Gehirn eine Datenbank, in der alle Dinge, die einem persönlich bekannt sind, abgespeichert sind. Bekommt man nun eine neue Beschreibung, bildet der visuelle Teil unseres Gehirns ein Bild anhand aller Informationen und Eindrücke, die wir schon abgespeichert haben und es entsteht eine Konstruktion anhand der vorherigen Kommunikation.