Konstruktivismus (Scrik)

Kommunikativer Konstruktivismus (Scrik)

Was verstehen wir unter kommunikativem Konstruktivismus? Etwa nur den Austausch von Wörtern, um Menschen gezielt Botschaften zukommen zu lassen? Nein, Kommunikation übermittelt nicht nur gezielte Nachrichten, sondern auch deine menschliche Identität. Beim kommunikativen Konstruktivismus geht man davon aus, dass das Übermittelte nicht genau so beim Empfänger ankommt, wie geplant. Das heißt, dass es auf die Person und ihre Erfahrung im Leben ankommt, wie die Botschaft verstanden wird. Als Beispiel könnte man die Mathematik nennen. Sobald ein erfahrener Mathematiker einem Schüler versucht eine Formel zu erklären, wird es meist sehr anspruchsvoll für den Schüler, diese nachzuvollziehen, da der Schüler aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen versucht, sich eine logische Konsequenz aus der Formel zu ziehen, was so gut wie unmöglich ist. So gibt es oft sehr viele Missverständnisse zwischen Lehrer und Schüler, was den Job nicht gerade leichter macht. Kommunikativer Konstruktivismus lässt sich jedoch nicht nur auf die Mathematik zurückführen, sondern auch auf die Gesellschaft. Zum Beispiel in der Politik lassen sich oft Missverständnisse nicht vermeiden, da durch einen unterschiedlichen Erfahrungswert, Dinge anders wahrgenommen werden, denn jeder Staat hat eine unterschiedliche Vorstellung von Gesetzen. So kommt es auch immer wieder vor, dass Flüchtlinge in Deutschland Frauen nicht gleichberechtigt behandelt, da sie selber nur Erfahrung mit ihren lokalen Gesetzen haben. Daher ist kommunikativer Konstruktivismus meist ein sehr heikles Thema und schwer zu diskutieren, was auch auf den Erfahrungswert zurückzuführen ist. Man findet den kommunikativen Konstruktivismus also fast überall.