Das Kommunikationsquadrat (ASMID)

Der Philosoph, Pädagoge und Psychologe Prof. Dr. Schulz von Thun stellte die These auf, dass die Kommunikation aus vier verschiedenen Aspekten vom Sender ausgestrahlt und vom Empfänger aufgenommen werden.  Er berichtet außerdem, dass der Sender dazu vier „Schnäbel“ hat und der Empfänger vier „Ohren“.  

  1. Selbstkundgabe (grün): Die Information, die der Sender von sich selbst zu erkennen gibt 
  2.  Sachinhalt (blau): Der Inhalt den der Sender mit seiner Aussage vermitteln will 
  3. Beziehungsweise (gelb): Der Empfänger kann erkennen wie der Sender zu ihm steht
  4. Apell (rot): Das Ziel, das der Sender erhalten will

Meiner Meinung nach sind die vier Aspekte, die hier genannt sind die wichtigsten sehr wichtig, um Kommunikation zu definieren. Um das Kommunikationsquadrat zu erläutern hier ein Bespiel: Ein Umweltaktivist und ein konservativer Politiker, der für fossile Brennstoffe ist haben eine TV-Debatte über erneuerbare Energie. Wenn wir uns nur die Teile betrachten in, welchen der Aktivist die Senderrolle und der Politiker die Empfängerrolle einnimmt kann man jeden Aspekt eindeutig erkennen. Der Aktivist zeigt eindeutig seine Einstellung zu dem Thema und der Politiker erkennt das klar. Außerdem erläutert der Aktivist seinen Sachinhalt deutlich. Währenddessen wird die eher negative Beziehung zwischen beiden klar und der Aktivist möchte, dass der Politiker aufhört für fossile Brennstoffe zu sein.   

Watzlawick (ASMID)

Die Kommunikation definiert Watzlawick in fünf Theorien:

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren:                                                                                                    -Selbst Nichts machen ist kommunizieren
  2.  Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt:                              -Die Beziehung von Empfänger und Sender wird beim kommunizieren deutlich            -In jeder Kommunikation wird ein Inhalt vermittelt
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung:                                                                           -Kommunikation hat immer eine Ursache und eine Wirkung
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten:              -Analog: Mimik, Gestik etc…                                                                                                                       -Digital: Verbal
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär:                                                                -Symmetrisch: Kommunikationspartner auf Augenhöhe                                                            -Komplementär: Kommunikationspartner nicht auf Augenhöhe

Im Alltäglichen Leben ist jede einzelne dieser Theorien zu beobachten. Beispielsweise ist der fünfte Aspekt besonders in der Schule gut zu sehen. Das komplementäre Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern ist im Vergleich zum symmetrischen Verhältnis von Schülern mit anderen Schülern sehr unterschiedlich. Allein der Fakt des Siezens zeigt das Verhältnis zwischen beiden Parteien. Dieser Punkt bestärkt zumal den zweiten Aspekt Watzlawicks. Dementsprechend stimme ich Watzlawick zu. 

Die Transaktionsanalyse (Asmid)

Der amerikanische Psychologe Eric Berne hat vor ca. 60 Jahren das Prinzip der Transkriptionsanalyse entwickelt. Der Erfinder hat das Kommunikationsverhalten von Menschen in drei verschiedene Kategorien eingeteilt.

  1. Das Eltern-Ich: Eine zurechtweisende und umsorgende Form der Kommunikation. Der Sender stellt sich psychisch über den Empfänger und gibt ihm einen Befehl oder einen Rat.
  2. Das Erwachsenen-Ich: Eine respektvolle, sachliche und rationale Art der Kommunikation. Der Sender ist bedacht auf sein äußeres Erscheinungsbildund möchte sich selbst in die bestmögliche Position bringen.
  3. Das Kind-Ich: Eine alberne, verspielte und irrationale Form der Kommunikation. Dem Sender ist egal wie der Empfänger in betrachtet, außerdem ist die Auswirkung der Kommunikation nicht oder wenig relevant.

Diese drei Kategorien sind nicht altersbedingt und sind in jeder Person im Laufe der Zeit zu erkennen. Meiner Meinung nach hat Eric Berne recht. Je nach Situation ist jede dieser Arten zu erkennen. Beispielsweise ist im Umgang mit Freunden die Art der Kommunikation gelockerter. Man braucht nicht unbedingt etwas von der Person. Im Gegensatz dazu kann man ein Bewerbungsgespräch beobachten. Der Bewerber achtet sehr auf seine Ausdrucksweise, da er eine Beschäftigung anstrebt.

Werbung und Massenpsychologie (ASMID)

Zu unserer Zeit ist der Einfluss der Werbung auf die große Masse ein viel diskutiertes Thema. Im Folgenden arbeite ich aus in wieweit dies meiner Meinung nach stimmt.

 Der französische Psychologe LeBon stellte eine These auf die besagt, dass Menschen in einer großen Masse ihre individuellen Verhaltensweisen ablegen und sich dann anders benehmen. Um wieder auf die Werbung zu kommen, hier ein Beispiel: Apple bringt frequentiert ein neues iPhone auf den Markt. Obwohl viele Menschen ein perfekt funktionierendes Gerät haben, kaufen sie das neuste iPhone. Dies tuen die meisten Leute wegen der Werbung. Die Werbung erschafft ein Bild, in welchem das iPhone das beste Gerät ist, das man kaufen kann. Wenn ein Teil der Menschen dann darauf „reinfällt“ führt es zu mehr Leuten, die das Gerät kaufen und so wird die Kettenreaktion fortgeführt. Anhand dieses Beispiel ist zu sehen wie der Individuelle Mensch die vernünftige Entscheidung ablehnt, sein altes Handy zu behalten, und stattdessen ein Handy zu kauft, das er eigentlich nicht braucht.  

Veränderung von Kommunikation durch Digitalisierung (ASMID)

Heutzutage sind die Kommunikationsmöglichkeiten durch das Internet sehr viel einfacher. Die meisten Menschen nutzen Apps wie „WhatsApp“, um sich miteinander auszutauchen. Auch Social Media trägt zur Veränderung der Kommunikation bei, da dort öffentlich und ohne eine aufwendige Identifizierung jeder mit jedem in Kontakt treten kann.

Diese Vereinfachung der Kommunikation ist in großen Teilen positiv, aber in gewissen Teilen auch negativ. „Fake News“ haben heutzutage einen viel einfacheren Weg in die Öffentlichkeit, im Fernsehen oder in der Zeitung geht eine Nachricht durch unzählige Instanzen bevor sie veröffentlicht wird, wohingegen man zum Beispiel auf Facebook einfach eine Behauptung aufstellen kann, die sofort an die Öffentlichkeit gerät. Wenn eine fiktive Nachricht dann weiter geteilt wird, ist für den dritten Empfänger schon nicht mehr erkennbar, ob die Nachricht glaubwürdig ist oder nicht. Im Zweifel wird eine falsche Nachricht dann als wahr anerkannt. Gegen ein solches Problem ist eigentlich nichts zu machen, ohne die sozialen Medien grundlegend umzustrukturieren. Meiner Meinung nach ist das Instruieren der Menschen, nur glaubwürdigen Quellen zu glauben, die einzig effektive Lösung. 

Konstruktivismus (ASMID)

Konstruktivismus ist eine Theorie, die die Vorstellung beinhaltet, dass jeder „Fakt“ nicht in der Allgemeinheit besteht. Dies bedeutet für die Kommunikation, dass ein Gespräch zwischen Absender und Empfänger auf die Verarbeitung des Empfängers beruht. Und somit jeder seine eigene Realität hat.

Meiner Ansicht nach ist diese Theorie in weiten Teilen sinnvoll. Wenn es allgemeingültige Fakten geben würde, wären Diskussionen in den meisten Gebieten unnötig. Meinungsverschiedenheiten geschahen schon immer durch die unterschiedlichen Auffassungen von gewissen Themen. Die genannte Theorie wird in der normalen Welt eindeutig bestätigt. Als einfaches Beispiel kann man die Parteienlandschaft in Deutschland ansehen. Viele Parteien sind in gewissen Themen sehr weit voneinander entfernt. Allgemeingültige Fakten gibt es meistens nicht, jede Fraktion hat in ihren Gedanken eine gewisse Situation verarbeitet und versucht einen Beschluss zu finden, der in ihrer Realität zu einem optimalen Ergebnis führen würde. Dieses Beispiel zeigt dann eindeutig, dass die Theorie in jedem Fall ihre Richtigkeit hat.

ASMID

Kommunikation

Spekulationen und Gerüchte gab es schon immer, doch sie zu verbreiten, ist durch Soziale Medien viel einfacher geworden. Es entstehen verzerrte Wahrnehmungen der Realität und ganze Gesellschaften können durch wenige Klicks fast beliebig manipuliert werden. Es heißt also wachsam sein und Abschied nehmen von der Utopie einer globalen elektronischen Demokratie. Wir müssen den elektronischen Populismus und seine postfaktische Propaganda verstehen, um nicht zum willenlosen Opfer seiner manipulativen Kraft zu werden.