Werbung und Massenpsychologie (BELIP)

Schon vor gut 120 Jahren veröffentlichte der Sozialpsychologe Gustav Le Bon sein Buch „Psychologie der Massen“,  in dem er verschiedene Theorien zumEinfluss von Massen auf Menschen aufstellte. 

Doch wie definiert sich diese Masse?

Die Masse zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie sehr beeinflussbar und leichtgläubig ist. Viele von euch werden jetzt bestimmt denken, mit solchen Massen hatte ich noch nie etwas zu tun, doch bei genauerem Betrachten fällt einem auf, wie oft man sich von einer Masse mitreißen lässt.

Ein gutes Beispiel ist die Werbung. Werbung umgibt uns täglich, ob im Fernsehen, Radio oder in der Zeitung, sie ist überall. Ziel der Werbung ist es, auf ein Produkt aufmerksam zu machen. Heutzutage ist vor allem die Produktplatzierung von großer Bedeutung. Wird das Produkt in den richtigen Plattformen an die richtige Zielgruppe vermittelt, so kann das Produkt einen regelrechten Boom auslösen. Ein Beispiel wäre die Fernsehshow „Germany´s next Topmodel“, bei der sich selbst Jungs von der Begeisterung der Mädchen mitreißen lassen und die Sendung mit Spannung verfolgen. Eine Woche nach Ende der Staffel redet jedoch kein Mensch mehr über die Sendung. Auch bei Sportereignissen wie einer Fußball-WM sind für einen Monat alle im Fußballfieber und danach nur noch Alibi-Fans.  Hand aufs Herz, wir sind alle schon mal Teil einer solchen Masse gewesen und haben uns mitreißen lassen. Meiner Meinung nach ist das auch gar nicht so schlimm.

Moderne Kommunikation und ihre Gefahren (BELIP)

Inwiefern hat sich die Kommunikation in den letzten Jahrhunderten verändert? Während früher die Möglichkeiten der Menschen zu kommunizieren sehr begrenzt waren, ist heutzutage vor allem durch das Internet die ganze Welt miteinander vernetzt. Unter dem Begriff der modernen Kommunikation versteht man die Kontaktaufnahme durch z.B. Telefon und Mail, die das Leben um einiges erleichtern. Smartphone Besitzer können sich fast problemlos erreichen und da man das Handy fast immer bei sich trägt, ist man auch meistens erreichbar. Diese Erreichbarkeit ist vor allem in der Geschäftswelt von großer Bedeutung. Als Manager z.B. wird von einem erwartet, immer telefonisch erreichbar zu sein, auch außerhalb des Büros.  Auf Dauer führt dies dazu, nicht mehr abschalten und den Beruf nicht mehr vom Privatleben trennen zu können. Passiert das über einen längeren Zeitraum, kann es zu einem Burnout kommen, der einen sowohl beruflich als auch gesundheitlich weit zurückwirft. Deshalb sind auch wir gut beraten, mal das Smartphone bei Seite zu legen. Auch wenn bei uns nicht direkt die Gefahr eines Burnouts besteht, ist es nicht schlecht, sich auch mal auf die wichtigeren Dinge im Leben zu fokussieren.

Veränderung von Kommunikation durch Digitalisierung (BELIP)

Im Zeitalter der Digitalisierung hat sich in unserem Alltag so einiges geändert, allem voran die Kommunikation. Heutzutage gibt es, aufgrund des Internets, tausende Möglichkeiten auf unterschiedlichem Wege zu kommunizieren. Ob man es glauben will oder nicht, ohne Instagram, Facebook, WhatsApp und Co sind wir wie von der Außenwelt ausgeschlossen. Ein großes Problem, dass sich durch die unfassbare Reichweite des Internets auftut, sind Fake News. Die meist gezielt platzierten Falschmeldungen verbreiten sich rasant und manipulieren die Leser der Meldungen. Ein Beispiel, wo Fake News in Deutschland aktuell gezielt platziert werden, ist bei der Bekämpfung von Flüchtlingen. Um Flüchtlinge in ein schlechtes Licht zu rücken, werden belegbar falsche Meldungen, wie z. B. „Flüchtlinge schlachten und essen Streichelzootiere“, veröffentlicht. Leider besitzen solche Meldungen eine große Reichweite und werden von vielen Menschen nicht kritisch genug aufgefasst. Man sollte sich also eine Meldung lieber ein zweites mal anschauen, bevor man ihr die Glaubwürdigkeit abkauft.

Watzlawick (BELIP)

„Man kann nicht nicht kommunizieren“, das ist das, was der Kommunikationsforscher Paul Watzlawick behauptet. Seiner Meinung nach kommuniziert man in jeder Situation, selbst ein Schweigen oder auf den Boden gucken signalisiert der anderen Person ein Desinteresse oder eine Abneigung. Gerade wenn man seinen Alltag betrachtet, bestätigt sich die These. Wie oft sitzt man in der Bahn mit fremden Leuten und versucht, keinen Blickkontakt aufzunehmen, um bloß nicht ins Gespräch zu kommen, während man bei attraktiven oder nett aussehenden Personen oft Gesprächsbereitschaft signalisiert? Ist es euch schon mal aufgefallen, dass eine Person euch ohne zu reden ein gewisses Desinteresse vermittelt hat?
Vielleicht hatte Watzlawick dieses Problem ja öfter und ist deshalb zu dieser äußerst interessanten Erkenntnis gelangt.

Konstruktivismus (BELIP)

Konstruktivismus, was soll dieser komische Ausdruck bedeuten? Nur ein langweiliger Fachbegriff oder verbirgt sich dahinter doch etwas Spannendes?

Ich hätte es zwar selbst nicht gedacht, aber Letzteres trifft eindeutig zu.  Lasst mich euch den Konstruktivismus an einem Beispiel erklären. Angenommen, wir haben eine Schulklasse im Unterricht. Der Lehrer versucht, seinen Schülern ein neues Thema zu erklären. Das „Erklärte“ wird dann von jedem Schüler individuell verarbeitet und unterschiedlich interpretiert. Allerdings kann der Lehrer sein Wissen, dass er den Schülern vermitteln will, nicht einfach auf die Schüler „übertragen“, sondern jeder Schüler muss das „Vermittelte“ selbst neu „konstruieren“. Wie bereits gesagt, interpretiert jeder Schüler aufgrund der neuen „Konstruktion“ des Wissens das „Vermittelte“ unterschiedlich. Durch das neu Gelernte bilden sich dann Meinungen und Eindrücke, die bei jedem Menschen unterschiedlich sind. Einfach gesagt, denkt jeder Mensch ein bisschen anders, wäre ja auch langweilig, wenn alle immer die gleiche Meinung hätten.

BELIP

Kommunikation

Spekulationen und Gerüchte gab es schon immer, doch sie zu verbreiten, ist durch Soziale Medien viel einfacher geworden. Es entstehen verzerrte Wahrnehmungen der Realität und ganze Gesellschaften können durch wenige Klicks fast beliebig manipuliert werden. Es heißt also wachsam sein und Abschied nehmen von der Utopie einer globalen elektronischen Demokratie. Wir müssen den elektronischen Populismus und seine postfaktische Propaganda verstehen, um nicht zum willenlosen Opfer seiner manipulativen Kraft zu werden.