Die Bedrohung für unserer Kommunikation durch das Internet (DEIPP)

Während ich mit Tobias Schlittschuhlaufen war haute es mich echt vom Hocker: „Weißt du noch, als du mich gefragt hast, wie viel ein Ferrari kostet?“ „Ja klar, ein Vermögen.“ Daraufhin erzählte er mir, wie er nur einige Tage später auf Instagram und anderen Sozial Media Plattformen Werbungen für Autos erhalten hat. Das lag daran, dass Tobias neues Weihnachtsgeschenk Alexa, die neue digitale Assistentin von Amazon, aktiviert war. Diese hat also bei unserer Unterhaltung mitgehört und die daraus gezogenen Informationen verwertet und an Werbefirmen verkauft. Dieser Prozess geschieht jedoch vor allem bei Gesprächen im Internet. Ein Beispiel dafür ist der Datenskandal von Facebook im März 2018. Facebook hat aus Chat-Roms, also digitalen Kommunikationsforen Daten herausgefiltert und zu Werbezwecken an andere Firmen verkauft. Um sich vor solchen Eingriffen zu schützen gibts es schon länger einige Möglichkeiten. Eine davon ist jedem bekannt, da diese seit April 2016 von dem 1. Milliarden Nutzer schweren Messanger Whats App benutzt wird. Die sogenannte Ende zu Ende Verschlüsselung. Ein automatisches System, welches sicherstellt, dass deine Nachricht auch nur von deinem Chatpartner gelesen wird und nicht von irgendwelchen Firmen. Leider werden diese Methoden bei weitem nicht von allen Messanger Apps benutzt. Man sollte sich im Vorhinein informieren, wo die eigenen Daten geschützt sind. Ich möchte auf jeden Fall darauf achten, was ich im Internet mit meinen Freunden und leider auch mit fremden Firmen teilen möchte.     

Die Veränderung unserer Sprache durch die Kommunikation in den sozialen Medien (DEIPP)


Der restliche Schultag ist zum Glück relativ schnell vorbeigegangen. Nach zwei Stunden Theater und Sport erreicht mich auf dem Nachhauseweg eine Nachricht von meinem besten Freund Tobias: „Wg, wollen wir uns später bei mir treffen?“ Für die, die es nicht wissen, wg steht für wie geht es dir. Diese Abkürzung ist nur eine von vielen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Andere Beispiele sind „wmd“ für was machst du, „kp“ für kein Plan, „hdl“ für hab dich lieb und vieles mehr. Doch nicht nur das: Immer mehr benutzen ganz neu entstandene Wörter, um andere zu ersetzen oder zu verkürzen. Alternativ benutzen wir viel mehr Anglizismen, insbesondere aus den USA. Wörter wie „Bro“ für Bruder und „Sis“ für Schwester benutzen die meisten. Diese Art der schriftlichen Kommunikation hat sich vor allem durch uns Jugendliche und unsere Texte in den sozialen Medien entwickelt. Und obwohl diese Entwicklung der deutschen Sprache sich bis jetzt nur im Schriftlichen entwickelt hat, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis diese Entwicklung auch im mündlichen Dialog vonstatten gehen wird. Ich persönlich bin kein Freund von dieser Entwicklung, weswegen ich auch ohne Abkürzungen, Anglizismen oder sonstiges mit: „ Ja, um 17:00 Uhr Schlittschuh laufen?“, antworte.

Veränderung von Kommunikation durch Digitalisierung (DEIPP)

In der PGW Stunde wurden wir dann positiv überrascht: Ein Kommunikationsforscher wurde zu uns in die Schule eingeladen, um unserer Stufe über die Probleme der modernen Kommunikation, insbesondere in den Sozialen Medien, aufzuklären. Hauptsächlich ging es um das Thema Fake-News und Bot-Accounts. Vor allem in den sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder Twitter werden immer mehr falsche Informationen verbreitet. Durch die Digitalisierung gelingt dies immer schneller und schneller. Durch die Verbreitung von Fake News wird nicht nur den seriösen Medien geschadet, die immer mehr an Vertrauen verlieren.  Auch einzelne Persönlichkeiten oder Firmen können Schaden erleiden, indem sie  in PR- Krisen gestürzt werden. Das Problem ist nämlich, dass es immer einfacher wird anonym oder durch eigens entwickelte Bots falsche Nachrichten in der ganzen Welt zu verbreiten. Ich persönlich bin sehr froh, dass wir diesen Vortrag heute hören durften und ich habe einiges gelernt: Man sollte sich genaustens überlegen, auf welche Informationsquellen man zugreifen möchten. Außerdem  sollte man nicht alles glauben was man sieht und  es kritisch hinterfragen. Denn Fake-News und Sozial Media-Bots stellen in der Tat eine Gefahr für die heutigen Kommunikationsunternehmen da.   

Werbung und Massenpsychologie (DEIPP)

Als ich am nächsten Morgen aufstehe, ist meine Mutter noch etwas sauer, weswegen ich mich beeile, um möglichst schnell zur Schule zu gehen. Zum Glück schreiben wir heute keine Arbeit. Wie jeden Tag steige ich in die Bahn und fahre 20 Minuten Richtung U-Sirichstraße. Dieses Mal fällt mir jedoch besonders die Werbetafel auf, die auf dem Bahnsteig steht. Es handelt sich um eine Werbung von Rewe, auf welcher man in riesiger Schrift den #Vielfalt sieht. Obwohl es sich um so ein simples Wort handelt, muss ich zugeben, dass das Plakat durch die große Schrift und die vielen bunten Produkte – wie Obst und frischem Gemüse – direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie leicht wir uns emotional beeinflussen lassen. Ich habe jetzt tatsächlich Lust etwas zu essen. Doch wir Menschen lassen uns nicht nur durch bunte Farben und große Schriften beeinflussen, wie hier in meinem Beispiel. Wie der Psychologe Gustave de Bon bereits 1895 herausgefunden hat, ist es auch besonders wichtig, dass die Werbung immer aktuell ist. D.h. aktuelle Trends werden aufgegriffen, sodass sich viele Menschen mit den Produkten identifizieren. Doch genug von der Massenpsychologie. Jetzt muss ich erstmal rechtzeitig zu meiner PGW- Stunde um 8.00 Uhr kommen. 

Konstruktivismus (DEIPP)

Es ist 18:00 Uhr und ich sitze vor dem Fernseher. Während noch die Werbung läuft bekomme ich eine Nachricht aus meinem Klassenchat. Darin fragt Nico, ob jemand seine Jacke mitgenommen hat. Ich habe ihn heute eigentlich gar nicht gesehen. Spricht er dennoch auch mit mir? Natürlich sind wir im gleichen Chat, doch vielleicht meint er mich nicht. Vielleicht war er nur mit ein paar anderen Kindern aus dem Chat Fußball spielen und fragt diese. Ich frage mich: Bin ich nur Beobachter seiner Nachricht, oder bin ich aktiv angesprochen und somit der Empfänger? Selbst wenn die Nachricht von Nico so kurz und einfach formuliert war, habe ich sie nicht ganz verstanden. Meint er damit, ob sie jemand gefunden hat oder ob sie jemand aus versehen eingepackt hat? Genau das sind die Elemente der konstruktiven Kommunikation. Ist der Empfänger einer Nachricht wirklich der Empfänger , der durch die Nachricht angesprochen wurde, oder nur ein Beobachter von dieser ist? Und versteht der Empfänger der Nachricht das, was der Sender ausdrücken will? Letztendlich entscheide ich mich dazu nicht zu antworten und mache den Fernseher aus.

Watzlawick (DEIPP)

Genau in dem Moment in dem ich den Fernseher ausmache, betritt meine Mutter das Haus. Ich gehe in den Flur, um ihr Hallo zu sagen, doch sie geht einfach an mir vorbei. Obwohl sie nichts gesagt hat, weiß ich doch ganz genau, dass sie sauer auf mich ist. Auf meine Frage, was los ist, antwortet sie: „ Du hast den Müll heute Morgen schon wieder nicht rausgebracht, das ist ja typisch, dass du im Haushalt nicht mithilfst.“ Wie immer, wenn meine Mutter sauer ist, gehe ich lieber schnell in mein Zimmer, nur leider macht dies meine Mutter nur noch wütender. Ein Teufelskreis. Etwa eine halbe Stunde später gehe, ich mit dem festen Vorsatz mich zu entschuldigen, nach unten in die Küche, doch finde ich meine Mutter nicht vor, sondern einen Teller mit frisch gekochtem Essen. Dabei bin ich mir nicht ganz sicher, ob das heißen soll: „ Sorry für meinen Wutanfall vorhin“, oder „Ich möchte nicht mit dir essen mein Sohn.“ Nach dem Essen gehe ich dann doch ohne mich zu entschuldigen in mein Zimmer. Während ich noch schnell meine Seminar Hausaufgaben mache fällt mir auf, dass die komplette Kommunikation mit meiner Mutter in vollen Zügen auf die Kommunikationslehre von Paul Watzlawick zutrifft. Der Mann muss wohl echt ein Genie sein.

DEIPP

Kommunikation

Spekulationen und Gerüchte gab es schon immer, doch sie zu verbreiten, ist durch Soziale Medien viel einfacher geworden. Es entstehen verzerrte Wahrnehmungen der Realität und ganze Gesellschaften können durch wenige Klicks fast beliebig manipuliert werden. Es heißt also wachsam sein und Abschied nehmen von der Utopie einer globalen elektronischen Demokratie. Wir müssen den elektronischen Populismus und seine postfaktische Propaganda verstehen, um nicht zum willenlosen Opfer seiner manipulativen Kraft zu werden.