Social Media und was es mit uns macht (LEINA)

Social Media Plattformen haben einen bestimmten Reiz: Du kannst dich als beste Version von dir selbst darstellen.

Ob du nun die schönsten, witzigsten oder die Bilder von 02:00 Uhr Nachts mit einer Bierflasche in der einen und einer Zigarette in der anderen Hand postest – ein Stück weit entscheidest du, was andere von dir denken. Dieses Phänomen hat verschiedene Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

Es kommt vor, dass wir finden, dass jemand über Instagram etc. total interessant wirkt und man sich ja mal treffen könne. Kommt es aber zum Treffen stellt sich manchmal heraus, dass die Person doch ganz anders tickt, als sie es darstellt. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir es ziemlich uncool finden wie jemand über Social Media wirkt, doch die Person im realen Leben zu unseren besten Freunden zählt. Deswegen: Nicht nach Darstellung, sondern richtiger Persönlichkeit beurteilen. Die schlimmsten Auswirkung ist meinerseits Meinung nach, dass der ständige Druck die coolste, hübscheste Version von uns selbst zu sein uns oft meilenweit von unserem „wahren Ich“ entfernt.

Über Meinungen und Tagebücher (LEINA)

Liebes Tagebuch…

Ich würde behaupten, dass schon mindestens die Hälfte von uns einmal so angefangen hat ihre Gefühle oder Ereignisse des Tages auf ein Blatt Papier zu schreiben. Selbst wenn man einfach ohne die klischeehafte Überschrift drauf losschreibt, bleibt es das Gleiche: Wir nehmen uns Zeit zu reflektieren. Aber nicht nur das ist meiner Meinung nach das, was die Menschen dazu bewegt ihre Geheimnisse und Gefühle aufzuschreiben. Ich glaube der Gedanke, dass eine andere Person diese liest reizt uns. Vielleicht nicht während unserer Lebzeit, wenn man sich täglich in die Augen schaut, aber danach sollen unsere Mitmenschen über unser spannendes Leben Bescheid wissen. Wenn man mich fragt, ist es der Drang von anderen so gesehen zu werden, wie wir uns selbst sehen. Eine Frage, die sich mir stellt: Warum können wir nicht einfach von Angesicht zu Angesicht immer ehrlich sein? Wäre es so nicht viel leichter? Es ist die Angst vor der Reaktion der Mitmenschen, Angst vor unserem eigenen Schamgefühl, die uns davon abhält. Die „öffentliche Meinung“ ist uns heutzutage noch genau so wichtig wie vor 100 Jahren: Erfüllen wir die Wertevorstellungen anderer? Doch da es niemand allen recht machen kann bleiben wir lieber alleine mit einem Blatt Papier und einem Stift.

Veränderung der Kommunikation durch Digitalisierung (LEINA)

Die Digitalisierung bringt viele Vorteile mit sich, auch im Bereich der Kommunikation. Ob ich nun meiner Mutter per Nachricht mitteile, wo ich nach der Schule noch hingehe, meinen Lehrer über WhatsApp (die Zeiten sind jetzt vorbei) fragen kann, ob die Stunde morgen wirklich ausfällt oder ob ich schnell, direkt und einfach meine schönsten Urlaubsbilder mit meinen Freunden teile.

Doch die ursprüngliche Kommunikation leidet unter der Digitalisierung, durch die alles unpersönlicher wird. Wenn mir jemand eine unangenehme Nachricht schickt, fällt es leichter diese mit einem unpersönlichem Text zu beantworten, als sich am Telefon zu erklären oder, geschweige denn, von Angesicht zu Angesicht zu reden. 

Einerseits verlieren die kommenden Generationen die Fähigkeit persönlich mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren doch andererseits teilen Sie persönlich Details ihres Lebens mit Freunden, Bekannten und ab und zu auch Fremden über Socialmedia-Plattformen…

Werbung und Massenpsychologie (LEINA)

Ich denke mal, wir alle kennen es: 

Ein Ruck geht durch die Gesellschaft und auf einmal hat jeder einen Selfiestick in knalliger Farbe und selbst an deiner Oma geht der Trend nicht vorbei, sie schenkt dir einen und nun gehörst auch du dazu. 

Bei Trends, mit denen man mitgeht, kommt die Frage auf: Entscheide ICH über meinen Konsum oder fremde Marketingstrategen hinter Computern, die irgendwie alle von uns zu kennen scheinen? 

Nachdem ich mir diese Frage durch den Kopf hab gehen lassen, bin ich mir doch ziemlich sicher: Wir werden gelenkt. Menschen sind beeinflussbar und das Produkt, welches du schon immer „uncool“ fandest, kann durch das Verwenden der richtigen Leute auf einmal zum letzten Schrei werden. 

Ich möchte nicht behaupten, dass wir alle nur gesteuerte „Gefällt-Mir-Roboter“ sind, aber doch, dass Marketingleute mit der richtigen Werbungen und Manipulation der Masse jedes Produkt zum Liebling manövrieren können.

Watzlawick (LEINA)

Die Menschen können nicht nicht kommunizieren. Mit jedem Blick, Lächeln, jeder Geste drücken wir etwas aus und teilen – ob nun bewusst oder unterbewusst – unseren Mitmenschen etwas mit. Wir achten unentwegt darauf, was unsere Mitmenschen uns mitteilen. Wenn ich mit einer Person rede, versuche ich die Kommunikation zu deuten. Nicht nur was, sondern auch wie sie es sagt. Ich möchte wissen, ob sie sich höher gestellt fühlt als ich oder wir auf einer Wellenlänge sind und uns auch beide so fühlen.

Wenn mir die Meinung einer Person wichtig ist und ich auf jede Art der Kommunikation achte kann es verwirrend sein, denn ein Lächeln (etc.) kann vieles bedeuten. Wenn es auch zuerst nett wirkt… wenn man länger darüber nachdenkt, interpretiert man schnell zu viel oder Falsches hinein. Jeder Menschen, dem wir begegnen, teilen wir etwas mit – nicht nur durch Sprache. 


LEINA

Kommunikation

Spekulationen und Gerüchte gab es schon immer, doch sie zu verbreiten, ist durch Soziale Medien viel einfacher geworden. Es entstehen verzerrte Wahrnehmungen der Realität und ganze Gesellschaften können durch wenige Klicks fast beliebig manipuliert werden. Es heißt also wachsam sein und Abschied nehmen von der Utopie einer globalen elektronischen Demokratie. Wir müssen den elektronischen Populismus und seine postfaktische Propaganda verstehen, um nicht zum willenlosen Opfer seiner manipulativen Kraft zu werden.