Das Eisbergmodell (PETTE)

Das Eisbergmodell geht auf Sigmund Freud zurück. Mit seinem Modell verweist er auf die versteckten Ebenen der Kommunikation. Diesem liegt das Prinzip zugrunde, dass ähnlich wie bei einem Eisberg nur ein kleiner Teil der Botschaft sichtbar ist (20%), während der größere Teil (unter Wasser) verborgen bleibt (80%). Der kleinere Teil, die Sachebene, enthält Fakten, Zahlen und Daten. Der größere Teil ist viel komplexer, weil es sich um die Beziehungsebene handelt. Auf dieser geht es um Stimmungen, Gefühle und Wertvorstellungen, die durch Mimik, Gestik oder den Tonfall übertragen werden. Über den hohen Anteil an Kommunikation, der auf der Beziehungsebene transportiert wird, besteht ein großes Risiko für Missverständnisse. Störungen auf der Beziehungsebene wirken sich auch auf die Übermittlung der Sachebene aus. Aussagen können vollkommen anders ankommen als beabsichtigt. Das Modell zeigt, dass die Beziehungsebene einen großen Einfluss auf die Kommunikation hat und ist somit vergleichbar mit den Aussagen von Watzlawick.

Veränderung von Kommunikation durch Digitalisierung (PETTE)

„Das sind Fake News“. Ein Satz, den wir 2016 kurz vor der Präsidentschaftswahl in den USA, in Verbindung mit Trump, sehr oft gehört haben. Wir werden heutzutage durch Social Media und Nachrichten im Internet stark beeinflusst. Jeder kann hochladen was er will. Daher kann es passieren, dass eine große Menschengruppe eine Nachricht empfängt, die falsch ist. Bis die Falschheit jedoch aufgeklärt ist, ist der Schaden häufig schon entstanden. Trump hat damals unter anderem durch Fake News die Menschen dazu bewegt, ihn zu wählen. Ein anderer Aspekt, der die Schwierigkeit der Kommunikation übers Internet deutlich macht sind Botnets. Das sind Schadprogramme, die ohne dein Wissen auf deinen Computer geladen werden können. Mithilfe dieser können Betreiber Bank- und Kreditkartendaten herausfinden, den infizierten Rechner manipulieren oder ihre eigene Identifizierung im Internet verschleiern. Botnetze können massenhaft Nachrichten an andere Internetnutzer versenden und somit großen Einfluss auf die Meinungsbildung erlangen. Es wird immer schwieriger ohne Internet im Alltag zu agieren, aber vielleicht sollten wir Menschen wieder damit anfangen, es zumindest in Frage zu stellen.

Werbung und Massenpsychologie (Pette)

Emotionalität ist stärker als Logik. Viele Menschen würden sich als rational und für sich selbst denkend bezeichnen. Gleichzeitig aber lassen sich die Massen, wie kleine Kinder, von Bildern und Geschichten begeistern. Ideen, die die Weltsicht der Menschen bestätigen, werden schnell angenommen. Gustav Le Bon hat dieses Verhalten in seinem Buch „Psychologie der Massen“ erklärt. Er verdeutlichte unter anderem, wie Werbung heute funktioniert. Werbung beeinflusst Menschen mithilfe von Melodien, Bildern und Geschichten. Sie werden angeregt etwas zu kaufen, was sie anscheinend glücklich macht oder ihnen perfekt helfen soll. Häufig sieht man deswegen in Werbung strahlende Gesichter. Man wird nicht mit Logik und Vernunft überzeugt, etwas zu kaufen, sondern mit Schein und Emotionen. Uns durch Rationalität und Logik für ein Produkt zu erwärmen ist genau so effektiv, wie kleine Kinder davon zu überzeugen, dass Strom und warmes Wasser wichtiger sind als ein Ausflug in den Zoo.

Watzlawick (PETTE)

Man kann nicht nicht kommunizieren. Das ist eines der fünf Axiome von Watzlawick. Dieser Ansatz hat mich sehr fasziniert, weil ich noch nie zuvor über die Bedeutung davon nachgedacht habe. Wir kommunizieren mit anderen Lebewesen, egal was wir machen. Das muss einem erst mal klar werden. Selbst wenn wir von uns selbst denken, dass wir alleine sein und mit niemandem sprechen wollen, kommunizieren wir. Wir übermitteln den anderen anhand von Körpersprache, dass wir nicht gestört werden wollen. Schon hat Kommunikation stattgefunden. Die zweite seiner Regeln ist, dass jede Kommunikation einen Inhalts- und Beziehungsaspekt hat. So wie ich das verstanden habe heißt das, dass der Inhaltsaspekt Informationen übermittelt und der Beziehungsaspekt aussagt, wie der Empfänger die Nachricht aufnimmt. Watzlawick hat mich mit seinen Aussagen (auch mit den anderen zwei) auf jeden Fall sehr beeindruckt, weil sie die Bedeutung von Kommunikation vertiefen und deutlicher machen.

Konstruktivismus (PETTE)

Konstruktivismus. Was ist das eigentlich? Das habe ich mich auch gefragt und ich habe sehr lange gebraucht, um es zu verstehen. Es drückt aus, dass es in einem Gespräch einen Sender und einen Beobachter gibt, welcher Empfänger werden kann. Das heißt, dass der eine zwar etwas sagt, der andere aber erst angeregt werden muss zu antworten. Der Empfänger kann die Aussage aber auch falsch deuten. Bezieht man das auf den Alltag, erklärt sich, wie so viele Missverständnisse entstehen können. Überleg nur, was man selbst vielleicht alles nicht richtig verstanden hat. Dabei spielt die Körpersprache und die Betonung eine große Rolle. Da aber jeder anders denkt und alle ein bisschen unsicher sind, kann sogar eine sehr klare Aussage missverstanden werden. Durch meine Erfahrungen habe ich gelernt, dass man offen darüber reden sollte, was man denkt und es ansprechen, wenn dich etwas stört.

PETTE

Kommunikation

Spekulationen und Gerüchte gab es schon immer, doch sie zu verbreiten, ist durch Soziale Medien viel einfacher geworden. Es entstehen verzerrte Wahrnehmungen der Realität und ganze Gesellschaften können durch wenige Klicks fast beliebig manipuliert werden. Es heißt also wachsam sein und Abschied nehmen von der Utopie einer globalen elektronischen Demokratie. Wir müssen den elektronischen Populismus und seine postfaktische Propaganda verstehen, um nicht zum willenlosen Opfer seiner manipulativen Kraft zu werden.