Konstruktivismus (ASMID)

Konstruktivismus ist eine Theorie, die die Vorstellung beinhaltet, dass jeder „Fakt“ nicht in der Allgemeinheit besteht. Dies bedeutet für die Kommunikation, dass ein Gespräch zwischen Absender und Empfänger auf die Verarbeitung des Empfängers beruht. Und somit jeder seine eigene Realität hat.

Meiner Ansicht nach ist diese Theorie in weiten Teilen sinnvoll. Wenn es allgemeingültige Fakten geben würde, wären Diskussionen in den meisten Gebieten unnötig. Meinungsverschiedenheiten geschahen schon immer durch die unterschiedlichen Auffassungen von gewissen Themen. Die genannte Theorie wird in der normalen Welt eindeutig bestätigt. Als einfaches Beispiel kann man die Parteienlandschaft in Deutschland ansehen. Viele Parteien sind in gewissen Themen sehr weit voneinander entfernt. Allgemeingültige Fakten gibt es meistens nicht, jede Fraktion hat in ihren Gedanken eine gewisse Situation verarbeitet und versucht einen Beschluss zu finden, der in ihrer Realität zu einem optimalen Ergebnis führen würde. Dieses Beispiel zeigt dann eindeutig, dass die Theorie in jedem Fall ihre Richtigkeit hat.

Konstruktivismus (WATIN)

Hat sich nicht jeder von uns schon mal gefragt, was wäre,wenn wir die Welt „falsch“ wahrnehmen?

Wenn das, was ich als Tisch wahrnehme mir nur als solcher vorgegaukelt wird?

Wenn alles, was wir als Individuum kennen, wissen und wertschätzen nur eine Interpretation unseres Gehirns wäre, eine Art verzerrtes Spiegelbild der „Wahrheit“.

Mit dieser Frage beschäftigt sich „der“ Konstruktivismus. Es gibt nicht den einen Konstruktivismus, einen fest auf etwas festgelegten Konstruktivismus, im Gegenteil, es gibt verschiedene Arten des Selbigen, so zum Beispiel den radikalen Konstruktivismus, den interaktionistischen Konstruktivismus und so weiter und so fort. Insgesamt kann man aber, wenn auch etwas ungenau, zusammenfassen: der Konstruktivismus nimmt Abschied von der absoluten Wirklichkeit. Je nach Bereich variieren die weiterführenden Gedanken, dieser Grundbaustein bleibt allerdings gleich.

Um diese Unterschiede einmal klar zu machen möchte ich kurz auf den Konstruktivismus in der Lernpsychologie und, im Vergleich, auf den radikalen Konstruktivismus eingehen.

Die Definition im genaueren Bezug auf die Lernpsychologie lautet so: „In der Theorie des Konstruktivismus ist Lernen ein aktiver Konstruktionsprozess, in dem jeder Lernende eine individuelle Repräsentation der Welt erschafft. Was genau ein Lernender lernt, hängt stark von seinem Vorwissen und der konkreten Lernsituation ab.“ Oder, um Galilei zu zitieren:„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“

Doch was genau heißt das eigentlich im Kontext?

„Im Kontext von Lerntheorien bedeutet das, dass Wissen nicht von einer Person auf eine andere Person übertragen werden kann, sondern von jedem Menschen neu konstruiert wird. Wenn z.B. eine Lehrperson einem Schüler etwas erklärt, speichert der Schüler die Informationen nicht einfach ab, sondern konstruiert sich anhand der aufgenommenen Informationen sein persönliches, individuelles Abbild der Realität – abhängig von seinem Vorwissen, seinen Einstellungen und der aktuellen Lernsituation. Demzufolge ist Lernen kein passives Speichern, sondern ein aktives Konstruieren von Wissen.“(vgl. http://www.lernpsychologie.net/lerntheorien/konstruktivismus)

Ich habe mir dazu einige Gedanken gemacht und mir ist folgendes aufgefallen:

Eigentlich kann man jedes Unterrichtsfach mit Ausnahme der Mathematik hinterfragen, da es laut dem Konstruktivismus nicht als „sicheres Wissen“ gilt. So besteht ja die Möglichkeit, dass es keinen „Gott“ an sich gibt, sondern unser Gehirn bloß die „Wahrheit“ in den Glauben an einen solchen umformt, ein Prozess, welcher von der jeweiligen Erziehung entweder unterstützt oder unterbrochen wird. Nehmen wir also an, dass ein Individuum in der „realen Welt“ ein „Wunder“ mit ansieht. Mit dem Unterschied, dass dieses Wunder nur für seinen Verstand als solches gilt, nicht notwendigerweise jedoch für die „reale Wirklichkeit“. So kann dieses „Wunder“ etwas völlig Normales sein, nur dass wir es nicht als solches Begreifen können.

Zu Anfang habe ich die Mathematik aus diesem Beispiel entnommen, mit folgendem Grund:

Die Mathematik ist ein fest definiertes, von Menschen als solches erdachte Konstrukt, basierend auf reiner Logik, nicht wie alles andere auf äußeren Einflüssen. Als solches muss Mathematik nun immer, überall wahr sein, egal ob in unserer Wahrnehmung der Welt oder der „realen Welt“.

Aber genug davon. Gehen wir über zu den Ideen des radikalen Konstruktivismus.

Zu Anfang muss klar sein, dass der radikale Konstruktivismus KEINE Lerntheorie ist, da selbiger oftmals fälschlicherweise als solche bezeichnet wird. Der radikale Konstruktivismus ist nämlich an sich eine Erkenntnistheorie und beschäftigt sich als solche nicht damit, wie wir Wissen vom Einen zum Anderen übertragen und in uns verfestigen sondern mit der Idee einer Welt und damit, wie ein Individuum diese Welt erkennen kann wie sie ist, oder besser NICHT so wie sie ist, sondern so wie das Individuum es kann. Vereinfacht geht es um das Erkennen von Zusammenhängen, von logischen Beziehungen und der„Wahrheit“.

Um den Unterschied einmal in einem Beispiel zu verdeutlichen:

Stellen Sie sich einen Philosophen vor. Selbiger denkt überein Thema nach, vermutlich darüber wie die Welt entstanden ist, währen er auf einem Felsen oder Berg sitzt und dafür von den Bewohnern des nahen Dorfes für verrückt erklärt wird. Jedenfalls denkt er über diese Frage nach, er benutzt Logik um sich das Problem zu erklären und lernt nichts, nicht in diesem Moment und genau das ist der Unterschied, die Benutzung von Logik anstatt das Lernen eines Sachverhalts.

Zum Abschluss möchte ich einmal auf Schwächen in Wissenschaften eingehen, welche durch den Konstruktivismus als ungenau oder falsch „entlarvt“ werden.

Nehmen wir hierzu das vom Physiker Werner Schrödinger aufgestellte Gedankenexperiment, welches als „Schrödingers Katze“ Berühmtheit erlangte.

Nehmen wir an, wir setzen eine Katze in eine luftdichte Kiste und verschließen dies so, dass niemand von außen hineinsehen kann. Ist die Katze dann lebendig oder tot? Unser Versand sagt uns, dass die Katze tot ist, doch Schrödinger fügte etwas hinzu. Die Katze ist weder lebendig noch tot,solange niemand die Kiste öffnet und hineinsieht.

Dieses Problem gibt es in vielen Wissenschaften, sie beruhen auf Dingen, welche ein Beobachter sehen muss, und damit davon, was dieser sehen kann oder will. Selbiges macht sie also ungenau.

Denken sie darüber nach.

Konstruktivismus (FOIUS)

Als wir die Aufgabe bekommen haben, über Konstruktivismus zu schreiben, wusste ich im ersten Moment gar nicht, was ich schreiben soll, da ich nicht so genau wusste, was das überhaupt ist. So ungefähr konnte ich mir zwar denken, worum es geht, da man ja aus dem Unterricht den Satz “Bitte nur konstruktive Kritik” kennt. Also musste ich erst einmal den Begriff googeln und habe festgestellt, dass es viele verschiedene Arten des Konstruktivismus gibt. Da es ja um Kommunikation geht, bin ich auf das konstruktivistische Kommunikationsmodell gestoßen, welches ich äußerst interessant fand. Es sagt aus, dass Kommunikation nicht aus Sender und Empfänger besteht, sondern aus Sender und Beobachter, der dann zum Empfänger werden kann. Außerdem ist nicht immer klar, ob der Empfänger genau das empfängt, was der Sender ausdrücken wollte. Das hat mir abermals verdeutlicht, wie wichtig es ist darauf zu achten, dass man immer versucht sich so auszudrücken, dass der Empfänger die Botschaft auch richtig versteht und dass man nicht mit jedem Menschen gleich reden kann, da jeder eine andere Auffassung der Dinge hat.

Konstruktivismus (BRLGA)

Wie gelingt  es mir mit einem Thema zu dem jeder was sagen kann die Aufmerksamkeit meiner Umgebung zu wecken?                                  Eigentlich wollte ich über den zweiten Weltkrieg schreiben, aber ich befürchte, dass weder mein historisches Hintergrundwissen und erst recht nicht meine persönlichen Erfahrungen  zu diesem Thema ausreichen, um eine interessante inhaltliche Struktur für eine Kommunikation aufzubauen, mit der es mir gelingt, bei meinen Lesern einen kommunikativen Reiz auszulösen.  Vieleicht  schreibe ich also  besser über den letzten schönen Sommertag und wie ich ihn verbracht habe oder wie ich mein Zimmer neu einegrichtet habe. Über solche persönlichen Dinge zu schreiben, fällt mir sehr leicht, da ich diese selbst erlebt habe und jedes Detail der Geschehnisse kenne. Für meine Leser ist sowas aber noch schwerer nachzuvollziehen und vorallem vorzustellen. Ich, als Verfasserin oder viel mehr, ich, als die, die es selbst erlebt hat,  starte also mit völlig anderen Grundvoraussetzungen in ein Gespräch als mein Leser. 

Konstruktivismus (BAIUS)

Konstruktivistisches Kommunikationsmodell vereinfacht

Angenommen, ich habe ein Wesen gesehen. Ein Wesen, das ich in meiner Vorstellungskraft nie erschaffen könnte. Von diesem Erlebnis erzähle ich nun meinem besten Freund. Mein Freund ist interessiert und will mehr erfahren. Also fange ich an, ihm das Wesen zu beschreiben. Ich kann natürlich das Monster nicht bis ins kleinste Detail beschreiben, da dieses sonst den Rahmen sprengen würde, deshalb fange ich an, die Hauptmerkmale zu beschreiben: „Das Wesen hatte scharfe Zähne, war groß und pelzig. Außerdem hatte es große Hörner auf dem Kopf…“ Anhand dieser Angaben ist es aber wahrscheinlich, dass sich verschiedene Bilder bzw. Konstrukte im Kopf meines Freundes bilden, die von meinem eigentlichen Bild abweichen. Denn jeder Mensch hat im Gehirn eine Datenbank, in der alle Dinge, die einem persönlich bekannt sind, abgespeichert sind. Bekommt man nun eine neue Beschreibung, bildet der visuelle Teil unseres Gehirns ein Bild anhand aller Informationen und Eindrücke, die wir schon abgespeichert haben und es entsteht eine Konstruktion anhand der vorherigen Kommunikation.

Konstruktivismus (DRLIN)

„Jeder Streit hat zwei Seiten“ ist ein Beispiel des Konstruktivismus. Denn, wie auch bei einem Streit, hat jeder eine andere Sicht auf die Dinge. Es ist sehr naiv zu glauben, dass immer nur der Eine Recht hat und der Andere lügt, denn in Wahrheit haben beide irgendwo Recht. Natürlich schließt das nicht aus, dass manch einer vielleicht überdramatisiert, aber auch das ist eine subjektive Wahrnehmung.

Uns Menschen fällt dieses doch sehr schwer zu glauben, denn wir sind alle dazu erzogen worden schwarz-weiß zu denken. So gibt es duzende Auseinandersetzungen, die sich darum drehen. Missverständnisse kommen auf und bilden sich immer weiter. Und so kommt es, dass manche Streitigkeiten nie geklärt werden können, nur weil diese Erkenntnis nicht errungen wurde.

Konstruktivismus (PORIE)

Donald Trump hat behauptet, bei seiner Inauguration seien mehr Menschen anwesend gewesen als je zuvor. Ein Vergleich der Fotos mit früheren Einführungen von Präsidenten, insbesondere von Barak Obama, scheint für die meisten Menschen zu zeigen, dass das nicht der Fall war. In der Wahrnehmungswelt von Donald Trump ist es jedoch so gewesen: Er hat die Realität anders wahrgenommen als andere. Er hat sie sich „konstruiert“. In unserer Innenwelt konstruieren wir, was wir bewusst und unbewusst wahrnehmen zu einer für uns gültigen Wahrheit. Einen identischen äußeren Reiz nimmt demnach jeder so wahr, wie er für ihn wahr ist. Ob es jenseits dieser individuell konstruierten Wahrheiten eine Realität an sich gibt, bleibt offen. Das ist radikaler Konstruktivismus.

Konstruktivismus (FRLAS)

Wie viele Welten gibt es eigentlich? Nur eine? Ich glaube, es gibt viel mehr. Jeder Mensch bildet seine eigene Welt, in dem er durch Wahrnehmung sich seine eigene Realität erstellt. Unser Körper kann viel mehr Informationen aufnehmen, als wir am Ende aktiv wahrnehmen. Bei der Kommunikation kommt es nur bedingt darauf an was gesagt wurde, viel mehr auf das  was gehört wird.  Die emotionale Lage kann die Wahrnehmung komplett verändern. Es kann sein, dass man den gleichen Text gut gelaunt besser versteht, als wenn man emotional aufgebracht ist. Verantwortlich dafür sind unsere natürlichen Filtersysteme im Gehirn  die subjektiv unwichtige von wichtiger Information trennen. So kann man erklären weshalb einige positiver als andere auf die gleiche Nachricht reagieren. Es hilft also so gut gelaunt wie möglich durch den Tag zu gehen, dann versteht man auch gleich viel mehr. Denkt daran glücklich sein ist eine Entscheidung.

Watzlawik (DRLIN)

Ein beunruhigender Gedanke

Paul Watzlawik: Mit seinen fünf Grundregeln der Kommunikation hat er sich einen Namen gemacht. Als ich über ihn in der Schule  erfuhr, kannte ich seine Schriften noch nicht – einige seine Aussagen aber sehr wohl. Mit seinen Thesen, dass Kommunikation immer eine Reaktion auf Reize ist oder Beziehungsaspekte oder Inhaltsaspekte beinhaltet, mag er wohl recht gehabt haben. Aber die erste seiner Kommunikationsgrundregeln war für mich die wichtigste:
Man kann nicht nicht kommunizieren.  Und so stupide es auch klingt, es ist wahr.

Sei es die Freundin, die einem nicht sagen will, wie hässlich sie das Kleid findet und deshalb lieber schweigt. Oder das Kind, das der Mutter nicht von der schlechten Schulnote erzählen will und deshalb versucht, die Frage danach zu umgehen.

Es endet immer damit, dass uns unsere Gestik, unsere Mimik oder die Fähigkeit jedes Menschen, unterbewusst  Situation richtig zu interpretieren, in die Pfanne haut.
Wir sind dazu gezwungen zu kommunizieren. Und das ist mehr als nur ein beunruhigender Gedanke.

Quelle: http://www.famouspsychologists.org/paul-watzlawick/

Konstruktivismus (PETTE)

Konstruktivismus. Was ist das eigentlich? Das habe ich mich auch gefragt und ich habe sehr lange gebraucht, um es zu verstehen. Es drückt aus, dass es in einem Gespräch einen Sender und einen Beobachter gibt, welcher Empfänger werden kann. Das heißt, dass der eine zwar etwas sagt, der andere aber erst angeregt werden muss zu antworten. Der Empfänger kann die Aussage aber auch falsch deuten. Bezieht man das auf den Alltag, erklärt sich, wie so viele Missverständnisse entstehen können. Überleg nur, was man selbst vielleicht alles nicht richtig verstanden hat. Dabei spielt die Körpersprache und die Betonung eine große Rolle. Da aber jeder anders denkt und alle ein bisschen unsicher sind, kann sogar eine sehr klare Aussage missverstanden werden. Durch meine Erfahrungen habe ich gelernt, dass man offen darüber reden sollte, was man denkt und es ansprechen, wenn dich etwas stört.