Watzlawick (ASMID)

Die Kommunikation definiert Watzlawick in fünf Theorien:

  1. Man kann nicht nicht kommunizieren:                                                                                                    -Selbst Nichts machen ist kommunizieren
  2.  Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt:                              -Die Beziehung von Empfänger und Sender wird beim kommunizieren deutlich            -In jeder Kommunikation wird ein Inhalt vermittelt
  3. Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung:                                                                           -Kommunikation hat immer eine Ursache und eine Wirkung
  4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten:              -Analog: Mimik, Gestik etc…                                                                                                                       -Digital: Verbal
  5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär:                                                                -Symmetrisch: Kommunikationspartner auf Augenhöhe                                                            -Komplementär: Kommunikationspartner nicht auf Augenhöhe

Im Alltäglichen Leben ist jede einzelne dieser Theorien zu beobachten. Beispielsweise ist der fünfte Aspekt besonders in der Schule gut zu sehen. Das komplementäre Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern ist im Vergleich zum symmetrischen Verhältnis von Schülern mit anderen Schülern sehr unterschiedlich. Allein der Fakt des Siezens zeigt das Verhältnis zwischen beiden Parteien. Dieser Punkt bestärkt zumal den zweiten Aspekt Watzlawicks. Dementsprechend stimme ich Watzlawick zu. 

Watzlawick (DEIPP)

Genau in dem Moment in dem ich den Fernseher ausmache, betritt meine Mutter das Haus. Ich gehe in den Flur, um ihr Hallo zu sagen, doch sie geht einfach an mir vorbei. Obwohl sie nichts gesagt hat, weiß ich doch ganz genau, dass sie sauer auf mich ist. Auf meine Frage, was los ist, antwortet sie: „ Du hast den Müll heute Morgen schon wieder nicht rausgebracht, das ist ja typisch, dass du im Haushalt nicht mithilfst.“ Wie immer, wenn meine Mutter sauer ist, gehe ich lieber schnell in mein Zimmer, nur leider macht dies meine Mutter nur noch wütender. Ein Teufelskreis. Etwa eine halbe Stunde später gehe, ich mit dem festen Vorsatz mich zu entschuldigen, nach unten in die Küche, doch finde ich meine Mutter nicht vor, sondern einen Teller mit frisch gekochtem Essen. Dabei bin ich mir nicht ganz sicher, ob das heißen soll: „ Sorry für meinen Wutanfall vorhin“, oder „Ich möchte nicht mit dir essen mein Sohn.“ Nach dem Essen gehe ich dann doch ohne mich zu entschuldigen in mein Zimmer. Während ich noch schnell meine Seminar Hausaufgaben mache fällt mir auf, dass die komplette Kommunikation mit meiner Mutter in vollen Zügen auf die Kommunikationslehre von Paul Watzlawick zutrifft. Der Mann muss wohl echt ein Genie sein.

Watzlawick (BOYAN)

Nach Watzlawick können wir Menschen nicht nicht kommunizieren. Was sich  im ersten Moment ziemlich komisch anhört, ist eigentlich logisch, wenn man genauer darüber nachdenkt. Nehmen wir mal als Beispiel, dass wenn man in einer Arztpraxis ist, darauf wartet bis man dran genommen wird und die ganze Zeit einfach auf den Boden starrt. Diese Haltung zeigt den anderen Leuten im Wartezimmer, dass man kein Interesse an einem Gespräch hat und möglichst schnell an die Reihe kommen will. Dies kann man auf alle Arten der Interaktion mit Menschen beziehen.

Watzlawick (FOIUS)

Die Axiome von Paul Watzlawick

Den Namen Paul Watzlawick hat bestimmt fast jeder schon einmal im Zusammenhang mit Kommunikation gehört. Ich kannte von ihm nur den Satz „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Das dieser Satz zu seinen 5 Axiomen der Kommunikation gehört war mir unbekannt. Beim Lesen seiner 5 Axiome ist mir klar geworden, wie umfangreich der Begriff Kommunikation ist. Es gibt viele verschiedene Arten der Kommunikation und es lässt sich auf viele verschiedene Arten kommunizieren. Watzlawick spricht von einer Verhaltenskette, d.h., dass auf jeden Reiz eine Reaktion folgt. Das würde dann auch heißen, dass die Reaktion ein weiterer Reiz ist, welcher wieder eine Reaktion hervorruft. Ich finde diesen Gedanken sehr interessant, da er ja bedeutet, dass wir ständig kommunizieren und wir eben nicht nicht kommunizieren können. Auch seine anderen Axiome finde ich sehr interessant und bin erstaunt darüber, wie weit er dabei immer ins Detail gegangen ist. Da diese aber auch sehr ausführlich sind, rate ich jedem, sich die einfach mal selbst in aller Ruhe durchzulesen, da sie einen zum Nachdenken anregen und sehr interessant sind. 

Watzlawick (LEINA)

Die Menschen können nicht nicht kommunizieren. Mit jedem Blick, Lächeln, jeder Geste drücken wir etwas aus und teilen – ob nun bewusst oder unterbewusst – unseren Mitmenschen etwas mit. Wir achten unentwegt darauf, was unsere Mitmenschen uns mitteilen. Wenn ich mit einer Person rede, versuche ich die Kommunikation zu deuten. Nicht nur was, sondern auch wie sie es sagt. Ich möchte wissen, ob sie sich höher gestellt fühlt als ich oder wir auf einer Wellenlänge sind und uns auch beide so fühlen.

Wenn mir die Meinung einer Person wichtig ist und ich auf jede Art der Kommunikation achte kann es verwirrend sein, denn ein Lächeln (etc.) kann vieles bedeuten. Wenn es auch zuerst nett wirkt… wenn man länger darüber nachdenkt, interpretiert man schnell zu viel oder Falsches hinein. Jeder Menschen, dem wir begegnen, teilen wir etwas mit – nicht nur durch Sprache. 


Watzlawick (BRION)

Paul Watzlawick, Psychotherapeut, Kommunikationswissenschaftler und Autor, ist bekannt für seine Kommunikationstheorien. Er behauptet, dass der Mensch immer kommuniziert, selbst wenn er nicht kommuniziert: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ 

Und tatsächlich hat er damit ja auch irgendwie recht! Jeder von uns hat es schon mal erlebt: man unterhält sich mit einer Person, bis man dann was „Falsches“ sagt. Doch statt darauf zu reagieren, hält es die andere Person für schlauer, einfach nicht darauf einzugehen.  Aber keine Reaktion ist auch eine Reaktion.  Wenn man sich nicht auf der inhaltlichen Ebene äußern möchte, dann ist es auch clever zu schweigen, aber der Beziehungsaspekt bzw. die emotionale Bedeutung dieses Verhaltens ist auch Kommunikation, welche vom Gesprächspartner trotzdem wahrgenommen wird.

Inwiefern das wichtig für den Menschen ist, ist ja logisch. Der Mensch ist ein Rudeltier und sollte aus dem Verhalten Anderer auch eigene Schlüsse ziehen können. Den sowohl inhaltlichen, als auch emotionalen Aspekt der Kommunikation zu beachten und zu erkennen, kann im Zusammenleben von Menschen entscheidend sein. 

Watzlawick (BRLGA)

Man kann nicht nicht kommunizieren?  Ob das nun wirklich so ist , weiß ich nicht so recht. Für mich ist Kommunikation etwas, was von mir ausgeht. Es kann indirekt sein oder natürlich auf direktem Weg erfolgen. Wenn ich im Bus sitze und Musik höre , dann sind die anderen Fahrgäste der Auffasung, dass ich nicht kommunizieren will, aber das ist gar nicht das was ich signalisieren wollte, sondern etwas vom Betrachter selbst überlegtes. Wenn  ich etwas kommunizieren möchte, dann tue ich das, indem ich mich so lange verständige, bis der Empfänger der „Nachricht“ auch das richtige verstanden hat. Ich stehe also Watzlawick‘s Theorie kritisch gegenüber. Nicht  jede Tat soll etwas kommunizieren , also kann man, wenn man es will , nicht kommunizieren . 

Watzlawick (BAIUS)

Die 5 Axiome der Kommunikation nach Paul Watzlawick

Die 5 Axiome der Kommunikation nach Paul Watzlawick stellen einen der wichtigsten Grundpfeiler der menschlichen Kommunikation dar und helfen uns, diese besser zu verstehen. Um das Thema besser nachvollziehen zu können, muss man kurz erklären, was ein Axiom ist. Ein Axiom ist einfach gesagt ein Grundsatz zu einem bestimmten Thema, der festgelegt ist. Das wichtigste Axiom, das Watzlawick erläutert, ist: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Dies ist wahrscheinlich das bekannteste Axiom und sagt im Prinzip aus, dass selbst wenn ich nichts sage, ich dennoch mit beispielsweise meiner Körpersprache etwas ausdrücke. Er beruft sich bei diesem Grundsatz darauf, dass Kommunikation Verhalten ist und somit Verhalten auch Kommunikation . Ein weiterer Aspekt, den Watzlawick benutzt ist, dass Kommunikation immer aus einem Inhaltsaspekt und einem Beziehungsaspekt besteht. Dies bedeutet, dass eine Aussage, wie z.B.: „Die Musik ist echt laut.“ erstmal in der inhaltlichen Ebene aufgegriffen werden kann, dass die Musik sehr laut ist. Aber auf der Beziehungsebene durch verschiedene Betonung heißen kann, dass man die Musik leiser machen soll. Diese zwei Axiome aus der Arbeit von Paul Watzlawick zum Thema Kommunikation erklären die menschliche Kommunikation sehr effektiv und wer mehr wissen will, sollte das Buch „Menschliche Kommunikation: Formen, Störungen, Paradoxien“ lesen in dem Watzlawick weiter auf das Thema eingeht.

Watzlawick (PORIE)

Dialog zwischen Marie (M) und ihrem Vater (V) am Sonntagabend.

M: Ich muss schon wieder einen Beitrag für Seminar schreiben. (1)
V: (schweigt) (2)
M: Hilfst Du mir dabei?
V: Was ist das Thema?
M: Watzlawick.
V: Watzlawick ist kein Thema!
M: Doch.
V: (verschränkt die Arme) (3)„Watzlawick“ kann kein sinnvolles Thema sein!! (4)
M: Hat Herr Grigat aber so gesagt (verkürzt für: „doch“) (5)

(1) Inhaltsaspekt: offene Hausaufgabe. Beziehungsaspekt: Hilf mir bei der Hausaufgabe!
(2) 1. Watzlawick’sches Axiom (WA): Man kann nicht nicht kommunizieren. V signalisiert nonverbal Ablehnung.
(3) 4. WA: Es gibt digitale und analoge Kommunikation. Klarer Fall von analog.
(4) 5. WA: Es gibt symmetrische und komplementäre Kommunikation. Hier haben wir ein Beispiel von komplementärer Kommunikation.
(5) Hier bahnt sich das 3. WA an: Die Natur der Beziehung ist durch die Interpunktion der Parteien bestimmt. Das Ganze bewegt sich im Kreis.

Watzlawik (HALIX)

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Eine bekannte These in der Kommunikationstheorie geht davon aus, dass es unmöglich ist, nicht zu kommunizieren (also Informationen auszutauschen). Dadurch können viele Missverständnisse auftreten.
Ein gutes Beispiel dafür ist, dass erst vor ein paar Jahren wissenschaftlich beschriebene Phänomen des sogenannten ,,Resting Bitch Face“. Es wurde herausgefunden, dass manche Menschen von Natur aus einen gewissen Gesichtsausdruck besitzen, der von anderen als wütend, genervt oder gereizt aufgenommen wird, obwohl diese in dem Moment gar nicht so empfinden.
Durch diese unbewußte non-verbale Kommunikation des „Betroffenen“ entstehen unweigerlich negative Reaktionen der Umwelt, ohne dass überhaupt irgendein echter Austausch stattgefunden hat.
Bevor man sich also ein Urteil aufgrund des Gesichtsausdrucks eines Menschen bildet, sollte man berücksichtigen, dass dieser nicht immer wiedergibt, was man darin zu lesen glaubt.